Gottesbeweise mit einem klassisch logischen Fehlschluss

Was versuchen Gottesbeweise eigentlich zu beweisen?

Es wird versucht zu beweisen, dass etwas das nicht da ist, doch da ist.
Wenn Gott nicht da ist, so ist es eine Unmöglichkeit es beweisen zu wollen. Ist er da, so ist es eine Torheit es beweisen zu wollen. Entweder gibt es Gott nicht, dann kann es auch keinen Beweis dafür geben. Wenn Gott da ist, könnte man höchstens beweisen, was dasjenige was da ist, eigentlich ist. Das es ist, kann prinzipiell nicht bewiesen werden.
Gottesbeweise sind meist prinzipiell falsch angelegt. Gerichte beweisen ja auch nicht, dass ein Verbrecher da ist, sondern dass der Angeklagte (der ja da ist) ein Verbrecher ist.

Auch das ‚Intelligent Design‘ schafft hier leider keinen Ausweg. Die Frage ist, ob man aus den Taten, Rückschlüsse über das Dasein Gottes ziehen kann. Da die Taten Gottes unmittelbar nicht existieren, kann man aus ihnen die Existenz Gottes nicht beweisen.
Solche Gedankenfiguren begehen immer den Fehlschluss, dass die Göttlichkeit (aus der dann die Existenz Gottes deduziert wird), in die Dinge hineininterpretiert wird, obwohl es gar keinen Hinweis darauf (an den Dingen selbst) gibt.
Woher sollte man wissen dass das Universum intelligent gestaltet ist? Dies scheint eher eine willkürliche Annahme zu sein. Man müsste dann auch angeben können wie ein nicht intelligentes Universum aussehen würde.

Die Weisheit in der Natur, ist in der Welt einfach nicht auszumachen. Man muss sie voraussetzen, um sie dann daraus deduzieren zu können. Ein klassischer logischer Fehlschluss!