Neustart des Gehirns

Es gibt Tage an denen man scheinbar nichts getan hat, sich aber trotzdem ausgelaugt fühlt.
Im Durchschnitt wechseln wir zwischen 25 Browser-Tabs pro Stunde. Leicht nachvollziehbar ist es, dass unser Gehirn den Wechsel nicht so schnell bewerkstelligen kann, da es noch mit den Inhalten des zuletzt betrachteten Browser-Tabs beschäftigt ist. Daher fühlt man sich beim Anblick einer Pinnwand an Informationen schnell erschöpft. Es sieht nicht danach aus als würde uns dies viel Kraft kosten, aber so ist es. Die Anfälligkeit für Fehler steigt und man kann nicht mehr klar denken.

Die Lösung ist eigentlich gar nicht so schwer – von allem und jedem Abstand gewinnen um für ein paar Minuten nichts zu tun. Genau darum geht es – nichts tun. Kein Smartphone, keine Ablenkung durch Inhalte aus dem Browser, nicht einmal ein kurzes Spiel für Zwischendurch – selbst die kleinen Dinge können eine unnötige Belastung für das Gehirn darstellen. Ein kompletter Neustart des Gehirns lässt uns wieder klar denken und fokussiert arbeiten.

Eine Pause muss sein – am besten an einem ruhigen Ort. Es geht nicht darum irgendeine Mediationsposition einzunehmen, sondern um die Unterbrechung des konstanten Flusses an Informationen der alltäglich auf uns einströmt. Es hört sich trivial an, ist aber oft gar nicht so leicht umzusetzen: „Hinsetzen und an nichts denken“. Stressfördernd ist oft die eigene Vorstellung unproduktiv zu sein. Nach einer kurzen Auszeit ist man oft konzentrierter und produktiver als vor dem Neustart des eigenen Gehirns. Nach nur zehn Minuten lässt sich, durch eine geeignete Pause, das volle Potenzial unseres Gehirns wieder entfalten.

Der Grund ist, dass man nicht 100% geben kann, wenn man nicht 100% der Ressourcen zur Verfügung hat. Ohne ersichtlichen Grund erreicht man irgendwann im Laufe eines Tages den Punkt an dem nichts mehr Sinn macht und einen die Kräfte zu verlassen scheinen. Mit einer Pause für mentales Wiederaufladen lässt sich dieses Tal überwinden und man fühlt sich wieder besser und weitaus produktiver. Man ist wieder in der Lage Zusammenhänge herstellen, das Gesehen und Gelesene besser organisieren zu können und ein allgemein besseren Überblick zu gewinnen.

Wir leben in einer Welt des ständigen Flusses an Informationen die wir kontinuierlich verarbeiten. Dadurch bekommen Pause eine immer größere Relevanz. Gerade die kurzen Unterbrechungen in denen absolut nichts getan oder durchdacht wird, sind der Schlüssel zum Erfolg.