Die Geschichte des Menschengeschlechts aus einer kosmischen Perspektive

Nietzsche betrachtet die Geschichte des Menschengeschlechts aus einer kosmischen Perspektive: „In irgendeinem abgelegenen Winkel des in zahllosen Sonnensystemen flimmernd ausgegossenen Weltalls gab es einmal ein Gestirn, auf dem kluge Tiere das Erkennen erfanden. Es war die hochmütigste und verlogenste Minute der »Weltgeschichte«: aber doch nur eine Minute. Nach wenigen Atemzügen der Natur erstarrte das Gestirn, und die klugen Tiere mussten sterben.“
Wie man weiß ist dies das Schicksal der Erde und damit der Menschheit.

Nietzsche meint, dass mit einer solchen Fabelgeschichte immer noch nicht genügend verdeutlicht werden könnte, wie kläglich, schattenhaft und flüchtig, zwecklos und beliebig die Menschheit im Vergleich zur Natur ist.
Beindruckend daran ist vor allem, dass diese Perspektive bereits ein Jahrhundert vor dem Zeitalter der Weltraumfahrt eingenommen wurde.

Das Gestirn ist ein winzig kleiner Planet wie es ihn wahrscheinlich millionenfach geben wird, dem eine begrenzte Lebensdauer zugeschrieben wird. Wir können heute ziemlich genau vorausberechnen, wann unsere Sonne explodieren und die Erde verglühen wird.
Innerhalb der Milliarden Jahre, in denen es die Erde schon gibt, existieren wir als homo sapiens sapiens knapp vierzigtausend Jahre. Andere Menschenarten die ausgestorben sind oder von uns vernichtet wurden, gab es vielleicht hunderttausend oder eine Million Jahre, aber dies sind winzige Zeiträume gemessen an kosmischen Ereignissen. Wir wissen es wird uns nicht ewig geben. Wahrscheinlich werden wir schon lange bevor die Erde ihren natürlichen Tod stirbt, uns selbst von diesem Planeten beseitigt haben. Wir tun ja alles dafür.

Es wird nicht einmal diese eine Minute gewesen sein.

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